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Kampf um die Ukraine: Schachspiel im Minenfeld

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Kampf um die Ukraine: Schachspiel im Minenfeld

Сообщение автор Б&П в Вс 23 Фев 2014, 12:21 pm

Kampf um die Ukraine: Schachspiel im Minenfeld
("Der Spiegel", GmbH)

Der blutige Konflikt in der Ukraine könnte zum Auslöser einer neuen Ost-West-Konfrontation werden. Es geht längst nicht nur um die EU oder einen womöglich korrupten Präsidenten, sondern um Dominanz in Europa. Die Ukraine selbst könnte in den Bürgerkrieg abgleiten.

Eine Analyse von Uwe Klußmann

Der denkwürdige Satz fiel im SPIEGEL und klingt 33 Jahre später hochaktuell: "Wir müssen sicherstellen, dass dieses sowjetische Imperium, wenn es denn aufgrund seiner eigenen Widersprüche zusammenbricht, das mit einem Winseln tut und nicht mit einem großen Knall." Das sagte US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger im September 1981 in einem Interview.



Zurzeit sieht es in der Ukraine, einem Kernland dieses einstigen Imperiums, sehr nach dem "großen Knall" aus. Militante Aufmärsche, Schüsse, Dutzende Tote und Hunderte von Schwerverletzten sind erst der Beginn einer dramatischen Auseinandersetzung um die Zukunft des größten europäischen Flächenstaats.
Dabei kommen auch Kämpfer zum Einsatz, die vom großen Knall viel verstehen. US-Senator John McCain, 1967 als Marineflieger bei einem Luftangriff auf ein Wasserkraftwerk in Nordvietnam abgeschossen, zog mit 77 Jahren noch mal an die Front. Auf der Tribüne des Unabhängigkeitsplatzes in Kiew rief er im Dezember: "Ukrainisches Volk! Das ist euer Moment! Die Freie Welt ist mit euch! Amerika ist mit euch!"

Der Kalte Krieg, so die Botschaft, ist wieder da, erneut gegen Moskau, nur mit neuen Waffen.

Russland schachmatt setzen

Es geht längst nicht nur um ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und auch nicht nur um die Zukunft eines von Korruptionsvorwürfen umwitterten Präsidenten. Es geht um Geopolitik, darum, welche Machtzentren in Europa und dem eurasischen Raum dominieren. Mit einem Schachbrett hat der frühere US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski diesen Raum verglichen. Zu den Schachspielern an diesem Brett gehören die USA, Russland, die Europäische Union und die Nato.

Es ist ein Schachspiel auf einem Minenfeld. Wie vermint das Gebiet ist, das Ukraine heißt, deutete der frühere russische Ministerpräsident Jegor Gajdar, ein liberaler Reformer und Freund des Westens, 2008 in einem Hintergrundgespräch an, ein Jahr vor seinem Tod.

Wer die Ukraine in die Nato führen wolle wie der damalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko, übersehe, dass Russland damit im Ernstfall nicht mehr verteidigungsfähig sei. Man solle, so der Rat des erfahrenen Politikers, davon lieber die Finger lassen.

US-Geopolitiker Brzezinski würde Russland gern matt setzen. In seinem Werk "The Grand Chessboard" (Titel der deutschen Ausgabe: "Die einzige Weltmacht") schreibt er, "ohne die Ukraine" wäre Russland "im Wesentlichen ein asiatischer imperialer Staat", der sich mit Konflikten in Zentralasien herumschlagen müsse. Mit der Kontrolle über die Ukraine und ihren großen Ressourcen jedoch, so der Ex-Präsidentenberater, wäre die Russische Föderation ein "mächtiger imperialer Staat". Eine Gefahr sieht der amerikanische Stratege in einer "deutsch-russischen Abmachung" und einer "Verständigung zwischen Europa und Russland mit dem Ziel, Amerika vom Kontinent zu verdrängen".

Brzezinski drückt damit eine bis heute gültige amerikanische Strategie aus: Die USA wollen Russland auch in seiner unmittelbaren Nachbarschaft so weit wie möglich zurückdrängen. Spielen die Europäer dabei etwa in der Ukraine mit und verschlechtern sich deren Beziehungen zu den Russen, kann dies den USA nur recht sein.

Der berühmte Ausspruch der US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland "Fuck the EU" ist vor diesem Hintergrund kein Ausrutscher, sondern ein logischer, wenn auch etwas vulgärer Ausdruck von Geopolitik.

Schwachpunkte der US-Strategie

Der Schwachpunkt dieser Strategie: Die Ukraine ist mit 45 Millionen Einwohnern zu groß, um sie wie die früheren baltischen Sowjetrepubliken mit übersichtlichen Zahlungen in den Westen zu integrieren.

Außerdem ist das Land tief gespalten: Die wirtschaftlich schwachen Regionen im Westen sind die Hochburgen der Nationalisten. Die großen Unternehmen der Ukraine, etwa mit Stahlwerken, Schiff- und Turbinenbau aber liegen im Osten, ihr Markt ist Russland.

Russisch ist die vorherrschende Sprache im Alltag selbst der ukrainischen Hauptstadt, Millionen Russen leben im Osten des Landes und auf der Krim. Die Schwarzmeer-Halbinsel wurde erst 1954 der Ukraine zugeschlagen, gegen den Willen der Bevölkerung.
Die Krim könnte schon bald der nächste Brennpunkt der Auseinandersetzungen werden. Dort ist in der russischen Hafenstadt Sewastopol die Schwarzmeerflotte Russlands stationiert. Ukrainischen Nationalisten und Amerika-Freunden ist sie ein Dorn im Auge.

Die Ukraine hätte "keinen besseren Freund als die Vereinigten Staaten", tönte US-Botschafter Geoffrey Pyatt auf einer Veranstaltung im Oktober in Kiew und versprach den Ukrainern, an der Seite der Amerikaner hätten sie "Myriaden von Möglichkeiten".

Mit solch süßen Versprechungen, die ungedeckten Schecks gleichen, wird eines der ärmsten Länder Europas womöglich ungewollt in einen Bürgerkrieg getrieben. In der Ukraine gerät nicht nur die Macht eines korruptionsverdächtigen Regierungsapparats ins Wanken, sondern auch ein Staat, der in seinen jetzigen Grenzen kaum noch lebensfähig ist. Denn die bisherige Taktik des Regimes Janukowitsch mit einem Wechsel aus brutalem Zuschlagen und zeitweiligem Zurückweichen kann die Protestbewegung nur radikalisieren.

Wo zu allem entschlossene Feldkommandeure das Gesetz des Handelns bestimmen, beginnt die Dynamik der Sezession, wie zuvor schon im Kaukasus. Schon droht das Präsidium der obersten Volksvertretung der Krim damit, die Bevölkerung der Halbinsel "zur Verteidigung des Bürgerfriedens aufzurufen".

Bisher hat der Kreml separatistische Stimmungen im Osten und Süden der Ukraine nicht ermuntert. Und es sieht nicht danach aus, dass das tief konservative Machtsystem des Präsidenten Wladimir Putin an einem Bürgerkrieg vor seiner Haustür interessiert ist.
Der könnte aber auch dann entbrennen, wenn Moskau ihn nicht will. Wer die Geschichte der Ukraine kennt, weiß, dass die militanten Nationalisten im Westen des Landes immer wieder in Schlachten ziehen, die sie nur verlieren können. So führte die ukrainische Aufstandsarmee noch nach Ende des Zweiten Weltkriegs fünf Jahre lang einen sinnlosen Partisanenkrieg gegen den Sowjetstaat, mit Tausenden von Opfern auf beiden Seiten.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Ukraine ein "Pulverfass" genannt, an dem nicht gezündelt werden dürfe. Revolutionsromantik jedenfalls kann nur zum "großen Knall" führen. Dessen Folgen blieben nicht auf die Ukraine begrenzt.

Original : http://www.spiegel.de/
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Re: Kampf um die Ukraine: Schachspiel im Minenfeld

Сообщение автор Б&П в Вс 23 Фев 2014, 12:23 pm

Шахматная партия на минном поле
(Der Spiegel, Германия)

Уве Клусманн

33 года назад, в сентябре 1981 года, министр обороны США Каспар Уайнбергер сказал в интервью Der Spiegel, что "Америке надо было добиться того, чтобы Советский Союз - а он рано или поздно все-таки развалится из-за собственных противоречий - сделал это тихо, а не с большим взрывом". Теперь же все свидетельствует о том, что этот "большой взрыв" случится на Украине, некогда бывшей одной из "ключевых республик в той империи", как пишет обозреватель Der Spiegel Уве Клусманн. Вооруженные демонстрации, стрельба, десятки убитых и сотни раненых - все это, уверен журналист, "только начало трагического противостояния за будущее самого крупного европейского государства".

Выступления на Майдане политиков вроде американского сенатора Джона Маккейна свидетельствуют о том, что "холодная война вернулась - она опять ведется против Москвы, на этот раз уже новым оружием", говорится в статье.

Это противостояние, продолжает Клусманн, "геополитическое, и ведется оно за то, кто в дальнейшем будет доминировать в Европе и на всем евразийском пространстве". Некогда бывший советник американского президента по национальной безопасности Збигнев Бжезинский сравнил это пространство с шахматной доской, главными игроками на которой являются США, Россия, Евросоюз и НАТО. Только вот игра идет, как говорится в материале, на "заминированном поле": насколько территория под названием Украина "напичкана минами", еще в 2008 году в закулисном разговоре дал понять российский реформатор Егор Гайдар. Он говорил, что "тот, кто хочет привести Украину в НАТО, как будто не замечает, что делает Россию необороноспособной, - делать этого не следует".

Бжезинский охотно бы поставил России мат: как он некогда писал в книге "Великая шахматная доска", без Украины Россия рискует превратиться в азиатское государство, соединение же России с Украиной автоматически превращает РФ "в мощное имперское государство". Подобную опасность для США американец усматривал в "российского-германском союзе" или же "сговоре между Европой и Россией, целью которого было бы убрать Америку с континента".

Между тем Украина с ее 46-миллионным населением - слишком большая страна, чтобы ее можно было встроить в Запад с помощью денег, так же, как некогда прибалтийские государства. Тем более что Украина расколота - в то время как экономически слабая западная часть является цитаделью националистов, все крупные промышленные предприятия находятся в восточной части, и свою продукцию они продают в Россию. Еще одним спорным вопросом в этом противостоянии, добавляет журналист Der Spiegel, может стать переданный Украине в 1954 году против воли местного населения Крым, где в Севастополе находится база российского военно-морского флота - гигантское бельмо на глазу у националистов и прочих "друзей Америки".

"Гражданская война на Украине может начаться даже несмотря на то, что Кремль совершенно не заинтересован в ней", - пишет Клусманн. "Кто знаком с историей этой страны, знает, что украинские националисты с Западной Украины снова и снова ввязываются в безнадежные войны". Так, после окончания Второй мировой украинская повстанческая армия на протяжении пяти лет вела бессмысленную партизанскую войну против советской власти, обернувшуюся тысячами жертв с обеих сторон.

Министр иностранных дел Германии Франк-Вальтер Штайнмайер назвал Украину "пороховой бочкой, у которой уже тлеет фитиль", так что, по словам министра, медлить нельзя. Революционная романтика может стать причиной "большого взрыва", последствия которого пришлось бы расхлебывать не только Украине, заключает автор.

Оригинал публикации: http://www.spiegel.de/politik/ausland/kampf-um-die-ukraine-schachspiel-im-minenfeld-a-954527.html
Перевод: http://www.inopressa.ru/
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